Geniusinside.de Blog Wie sicher sind Mac-Computer vor Viren?

Wie sicher sind Mac-Computer vor Viren?



Noch existiert das Märchen des sicheren Mac-Computers, denn es gibt immer mehr Viren für den Mac. Weder Apple noch der einzelne Nutzer sollte mit dieser Nachricht leichtsinnig umgehen. Noch immer halten nämlich die meisten Nutzer ihr Gerät für absolut sicher. Schadsoftware gab es bisher kaum für den Mac, aber nun brechen andere Zeiten ein.

Die meisten nutzen keine weitere Schutzsoftware auf dem Mac, sie verlassen sich lediglich auf die Bordmittel von macOS. Antiviren-Programme gibt es zwar im Mac App Store, aber man bildet sich ein, dass diese den Rechner eher verlangsamen und die ständigen Aktualisierungen sind eher nervig.

Sind Macs ein einfaches Ziel für Angreifer?

Weil die Nutzer kaum ein Antivirus-Programm nutzen, scheint das doch der ideale Platz für Malware zu sein. Patrick Wardle, ein ehemaliger NSA-Hacker und ein bekannter Sicherheitsexperte warnt vor einem leichtsinnigen Umgang.

Im August 2019 hat er auf der DefCon in Las Vegas zum Ausdruck gebracht, wie einfach es ist, einen Mac anzugreifen und jeder mit ein wenig Ahnung kann dem gleichtun. Der Mac scheint also um ein vielfaches verwundbarer zu sein, als man annimmt. Im Interview mit SPIEGEL Online gab Patrick Wardle an: „Ich wollte zeigen, dass es nicht allzu schwierig ist, was bedeutet, dass es wahrscheinlich häufiger passiert, als wir denken.“

Eher umstritten, aber wahrscheinlich sehr wirkungsvoll, ist seine Methodik um darauf hinzuweisen. Auf seiner Webseite stellt er eine Sammlung an Schadsoftware kostenfrei zur Verfügung. Damit wird jeder zu einem Angreifer.

„Macs sind nicht attraktiv, wegen des Marktanteils“

Immer wieder kommt es zur Aussage, dass der geringe Marktanteil den Mac vor Angreifern schützt. Jetzt stellt sich aber die Frage, wieso eigentlich nicht? Wer nutzt Macs? Eher die Geschäftsführer oder die Entwicklungsabteilung. Potenzielle Ziele, die wesentlich attraktiver sind als der durchschnittliche und unbedarfte Nutzer. Heutzutage ist das „große Ziel“ entscheidend, nicht unbedingt die Streuung ins blaue hinein.

Weil Mac-Computer mittlerweile in jedem Unternehmen stehen, sollten sich die Firmen einen Berater organisieren, der zur entsprechenden Absicherung helfen kann. Ein solches Unternehmen ist das Ivanti ITIL-Servicemanagement.

Was tut Apple?

Diese Nachrichten führen jetzt wohl dazu, dass Apple für neue Methodiken sorgen wird. Jedoch steht nicht Apple allein in der Verantwortung hierzu etwas beizutragen, damit die Nutzer möglichst geschützt bleiben. Jeder Nutzer sollte anfangen sich optimal zu schützen. Möglicherweise sehen wir auf den kommenden Apple-Präsentationen zusätzliche Sicherheitsmethoden.

Der Konkurrent Microsoft hat schon immer diese Problematik gehabt und seither viel dazugelernt. Bisher war Windows ein einfaches Ziel, aber mittlerweile ist Windows deutlich sicherer geworden als der Mac. Insgesamt hat sich das Sicherheitsniveau erhöht.

Besonders durch den Defender hat Microsoft das perfekte Tool zur Abwehr geschaffen. Für Hacker ist ein einfaches durchkommen kaum möglich. Der Mac ist zwar kein offenes Scheunentor, aber im Vergleich zu Windows mit dem Defender deutlich anfälliger für Hacker.

Fazit

Wer bisher noch keine Tools zur Abwehr von Hackern oder zur Erhöhung der Sicherheit eingesetzt hat, kann sich wohl wirklich glücklich schätzen. Allerdings ist Glück kein Mittel zur Abwehr von Schadsoftware aller Art. Man darf gespannt bleiben, welche Lösungen Apple liefern wird.

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